Archiv | Februar 2014

Porenbeton-Skulpturen im Garten – Gartenskulpturen selbst gemacht

Skulpturen aus Porenbeton kann im Prinzip jeder selbst machen, der ein wenig künstlerisches Talent hat. Ich selbst male zwar schon seit Ewigkeiten, aber Skulpturen waren für mich ebenfalls Neuland. Auf die Idee kam ich, weil wir etliche Porenbeton-Steine benötigten, um im Haus eine Wand neu hochzuziehen. Also schnappte ich mir einen Stein und mangels Werkzeug, dazu noch ein Teppichmesser. Mit dem Messer ließ sich der Porenbetonstein wunderbar bearbeiten. Es gibt natürlich im Künstlerbedarf richtiges Werkzeug für die Bildhauerei.

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Gesichter in Porenbeton schnitzen

Wer sich gleich an ein Gesicht wagen möchte, sollte sich zunächst klar machen, wie ein Gesicht aufgebaut ist. Sicherlich müssen nicht gleich alle Proportionen stimmen, aber die Nase sollte schon an der richtigen Stelle sein. Bei einem Gesicht beginnt man also mit der Nase. Diese wird vorsichtig (denn Porenbeton bricht schnell) herausgearbeitet. Besonders gut wirkt die Nase, wenn die Nasenlöcher leicht angedeutet werden. Mit der Nase werden gleichzeitig die Augenbrauen und der Mund herausgearbeitet. Zum Schluss die Augen und die Wangen modellieren. Das klingt jetzt einfach, aber ist in Wirklichkeit doch knifflig, da man immer darauf achten muss, welche Gesichtsregionen auf einer „Ebene“ liegen.

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Porenbeton wetterfest machen

Porenbeton lässt sich mit Tiefengrund, einer Putz- und Farbschicht für den Außenbereich wetterfest machen. Auch Bootslack ist geeignet, um die Poren zu verschließen. Allerdings erhalten die Skulpturen dann keine natürliche Patina aus Moos etc. Deswegen habe ich meine Skulpturen nur mit Tiefengrund behandelt und hole sie zu Beginn des Winters ins Haus. Belässt man unbehandelte Porenbeton-Skulpturen im Winter ungeschützt im Freien, lösen sie sich buchstäblich auf.

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Porenbeton-Skulpturen kaufen

Wer Interesse an einer Gartenskulptur aus Porenbeton hat, hat die Möglichkeit von mir eine zu erwerben. Die drei gezeigten „guten Gartengeister“ wohnen hier und sind unverkäuflich. In den Sommermonaten werde ich hier aber einige Skulpturen einstellen, die käuflich erworben werden können. Also bei Interesse immer mal wieder hier reinschauen 😉

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Einfache Gartendeko selbst gemacht – Ein bisschen Kunst aus Holz

Mit einfachen Mitteln und ein bisschen Kreativität lassen sich in kurzer Zeit einzigartige Gartendekorationen herstellen, die sich nicht in jedem Garten wiederfinden lassen. Dieses kleine Holzelement hat gerade 4 Euro gekostet. Soviel bezahlte ich für die beiden angespitzten Zaunpfähle im Baumarkt. Die ungehobelten Bretter sind Fundstücke aus einem alten Schuppen, ebenso die alten rostigen Gartengeräte.

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Material:

  • 2 Zaunpfähle 40x40x120 mm
  • 4 alte Bretter ca. 1 Meter lang
  • Holzschrauben
  • Draht
  • Ein paar alte Gartengeräte (erhältlich auf dem Flomarkt oder auf Auktionsplattformen im Internet)

Eine großartige Bauanleitung benötigt dieses Holzelement nicht. Die Bretter werden einfach an die Zaunpfähle geschraubt und die alten Gartengeräte mit Draht angebracht. In diesem Fall wird das Holzelement als einfaches Gartentor verbaut. Es eignet sich aber auch als kleines Spalier für Pflanzen oder einfach so, um eine Gartenecke aufzupeppen.

Puffbohnen früh ins Freiland auslegen

Die Puffbohne ist das erste Gemüse, das man schon im Februar im Freiland aussäen kann. Es heißt, dass das frühe Auslegen den Befall mit der schwarzen Bohnenlaus verhindert. Die Bohnen keimem bei etwa 5° C. Die Keimdauer beträgt zwischen 8 bis 14 Tage. Bei einer Horstsaat werden 3-4 Bohnen an einer Saatstelle eingebracht. Bei Reihensaat sollte ein Abstand von 20 cm (Pflanzenabstand) und 50 cm Reihenabstand eingehalten werden. Denn eine zu dichte Saat lockt die gefräßige Bohnenlaus an. Die Puffbohne oder „Dicke Bohne“ eignet sich nicht nur zum Kochen, sie gilt auch als Stickstoffsammler ein wertvoller Bodenverbesserer. Je nach Aussaat-Zeitpunkt liegt der Erntezeitraum zwischen Juni und September. Nach der Ernte kann das Bohnenstroh kleingehäckselt auf dem Beet verbleiben.

Puffbohnen düngen und wässern

Hier streiten sich die Gelehrten. Während die einen meinen, dass Puffbohnen reichlich gedüngt werden sollten, meinen andere, dass eine geringe Gabe Kompost ausreicht. Gießen ist nur in trockenen Zeiten notwendig.

Dicke Bohnen sind giftig?

Rohe Bohnen und der Blütenstaub sind giftig. Das Einatmen des Blütenstaubes kann bereits zu Vergiftungserscheinungen führen. Gekochte Bohnen sind hingegen selten giftig. Die einen vertragen gekochte Bohnen gut, andere, besonders Menschen aus dem Mittelmeerraum, können bedingt durch eine Unverträglichkeit (Favismus) dicke Bohnen auch in gekochter Form nicht essen. Die heutigen Sorten aus dem Handel enthalten nur noch ein Fünftel der giftigen Substanzen Vicin und Convicin, sodass Vergiftungserscheinungen nach dem Verzehr nur sehr selten vorkommen.

Heute habe ich Puffbohnen in ein Beet ausgesät – allerdings nur als Bodenverbesserer, denn als Speise sagen mir dicke Bohnen nicht unbedingt zu. Aber was nicht ist, kann ja noch werden 😉

Der Hund als Gärtner – oder wie halte ich den Hund nur von der Gemüsesaat fern

Ein Gemüsegarten sollte her, doch mit einem Hund ist das gar nicht so einfach. Also musste unbedingt ein Zaun her…natürlich sollte er sein, kein Baumarktzaun oder ähnliches. Also habe ich mit ganz viel Mühe begonnen einen Flechtzaun aus Haselnussruten zu bauen.

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Während der Bauarbeiten zeigten sich jedoch schnell die Schwachstellen. So ein Hund mit einem Stockmaß von mehr als 50 cm kann mal locker über einen ein Meter hohen Zaun springen und wenn das zu anstrengend wird, geht auch unten durch robben. Irgendwann ahnte ich, dass ich mit ökologisch und natürlich nicht weiterkomme und griff verzweifelt zum Äußersten 😀

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Irgendwann finde ich noch eine passende Alternative, die mir besser gefällt 😉

Saisonstart mit Riesenbambus – oder wie vertreibe ich mir die Zeit bis zum Frühling?

AnzuchtkastenAls Garten-Wiedereinsteiger steh ich wieder ganz am Anfang und muss mich vielen Dingen auseinandersetzen, mit denen ich mehr als 10 Jahre nichts mehr zu tun hatte. Da ich ein Selbstversorgen-Garten anlegen möchte, müssen natürlich zuerst Anzuchtkästen her. Entschieden habe ich mich jetzt für den großen Anzuchtkasten der Firma Romberg
. Die gab/gibt es bei Obi zum unschlagbar günstigen Preis 😉 Die sind extrem stabil und was mir besonders gefällt, ist der dazugehörige Deckel aus festem Plexiglas und Lüftungsschiebern. Innen sind die Kästen mit runden Aussparungen versehen, in denen perfekt diese runden Kokostabs passen. Damit zu arbeiten ist ebenfalls Neuland für mich. Den ersten Test werde ich mit Samen vom Riesenbambus mit dem Namen Phyllostachys pubescens Moso starten, denn für anderes ist es ja leider noch viel zu früh.

Winterharter Bambus

Der Riesenbambus pubescens Moso ist bis -20 °C winterhart. Andere Sorten reagieren auf Kälte empfindlicher und sind daher für die Freilandpflanzung in unseren Breitengraden weniger geeignet. Beim Kauf von Bambussamen sollte auf Frische geachtet werden, denn je älter der Samen ist, desto mehr nimmt seine Keimfähigkeit ab. Da ich die Tage den Selbstversuch starte, werde ich berichten, wie die Anzucht aus Samen funktioniert (oder auch nicht funktioniert). Im Übrigen soll man die Bambussprossen dieser Sorte essen können. In meinen Gemüsegarten kommen die Jungpflanzen allerdings nicht, da er ob seiner Höhe (bis 22 Meter) wohl kein guter Nachbar für Tomaten und Salat ist 😉

Nachtrag 19.2.2014

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Bambus aus Samen ziehen

Heute sind die Bambussamen
samt Anleitung endlich angekommen und wurde auch gleich eingesät. Laut Anleitung sollte in 14 Tagen bereits etwas zu sehen sein. Ich bin gespannt 🙂IMG_2696

 

Nachtrag 7.3.2014:

Was machen die Bambussamen? – Nichts, rein gar nichts! Aber ich werde weiter geduldig warten.

Nachtrag 21.3.2014: Heute erkläre ich das erste Experiment „Bambussamen“ als gescheitert. Gründe können sein: 1. Bambussamen waren alt oder 2. Kokoserde ist ungeeignet oder 3. es war auf der Fensterbank zu kühl. Ich werde im Sommer einen neuen Versuch starten 😉