Archiv | Februar 2016

Skulpturen aus lufttrocknende Modelliermasse – oder einfach: Ton ohne Brennen

Nach den Skulpturen aus Porenbeton habe ich es nun mit einem anderen Material probiert. Mangels Brennofen benötigte ich eine Modelliermasse, die nicht gebrannt werden muss. Mittlerweile habe ich einige Massen gefunden, darunter beispielsweise „Fimo Air“. Bei Gerstaecker und Co. sind zudem noch andere Modelliermassen erhältlich. Leider sind diese Massen nicht so preiswert wie Töpferton, aber dafür spart man ja die Stromkosten für´s Brennen, die ja auch nicht zu unterschätzen sind.

Diese Modelliermassen lassen sich prima verarbeiten – kaum anders als Ton – und trocknen (je nach Materialdicke und Raumtemperatur) in wenigen Tagen an der Luft. Weiter kann man unfertige Werke in Frischhaltefolie einwickeln und problemlos am anderen Tag daran weiterarbeiten.

Neben den Vorteilen gibt es leider auch Nachteile. Lufthärtende Modelliermassen sind nicht wasserdicht. Unbehandelte Objekte sind daher nur für den Innenbereich geeignet, es sei denn, sie werden entsprechend behandelt. Ich habe meine Skulpturen für den Außenbereich daher zunächst mit Tiefengrund vorbehandelt und nach einer ausreichenden Trocknungszeit mit einem extrem wasserdichten Kunstharzlack überzogen, um diese vor Regen zu schützen. Wichtig ist auch zu wissen, dass die Objekte während der Trocknungszeit um ca. 7 % schrumpfen. Das ist nicht viel, will man allerdings ein Objekt direkt auf eine Wand modellieren, dann sollten Trocknungsrisse einkalkuliert werden, die anschließend nachbearbeitet werden müssen.

Alternative für Gartenskulpturen

Da ich noch einige Skulpturen plane, habe ich mich nach einer Alternative umgesehen und werden künftig auf Steinzeugton umsteigen. Bis ich einen Brennofen mein Eigen nennen kann, lasse ich meine Objekte von einem Brennservice brennen. In jeder größeren Stadt gibt es Bastel- oder Kunstbedarfläden, die diesen Brennservice für ein paar Euro anbieten.

Von Neidköpfen, Drolerie und Gaffköpfen..

… oder einfach nur kunstvolle Fassadendekoration

Mit ein paar neuen Kunstwerken melde mich aus meiner Winterpause zurück, auch wenn hier im Sauerland der Winter noch nicht schwinden will. Aber das Frühjahr, in dem wieder der Garten im Vordergrund steht, kommt ganz sicher und so habe ich mir ein paar Gedanken zu Gartendeko gemacht. Mehr aus einem Zufall heraus entstanden meine Neidköpfe, weil ich für unseren Kamin eine Relief als Abschluss brauchte…und tja, wie es dann so bei mir ist, werden es plötzlich immer mehr…

Der Ursprung dieser Fassendendekoration geht laut Wikipedia vermutlich auf die Kelten zurück, die allerdings feindliche Schädel als Abschreckung vor Feinden an ihren Häusern anbrachten. Ziemlich gruselig… Glücklicherweise ging man später dazu über, Fratzen aus Ton und Stein anzufertigen, die den Bewohner des Hauses Schutz vor bösen Mächten bieten sollten. Leider wurden an vielen Häusern die Verzierungen und Stuckelemente abgeschlagen und die Häuser den nachfolgenden schlichteren Baustilen anzupassen.

Meine Neidköpfe, Wasserspeier und andere Fabelwesen bestehen lufttrocknende Modelliermasse oder Ton und können als Fassadenschmuck eingeputzt oder einfach an der integrierten Aufhängevorrichtung an eine Wand, Mauer etc. aufgehängt werden. Jedes Werkstück ist ein Unikat und von mir per Hand modelliert. Wer Interesse an einem Neidkopf hat, kann sich gern bei mir melden oder einfach in meinen Dawanda-Shop schauen 😉

Neidkopf

Neidkopf

IMG_2178