Archiv | September 2016

Neues aus dem Atelier – Keramik Drache „bronziert“

Keramik Drache

Keramik Drache

Keramik Drache

Keramik Drache

 

Wie es ausschaut, wird dieser Drache nicht lange bei mir bleiben – deswegen muss ich ihn schnell noch zeigen 😉 Er ist aus wetterfestem Steinzeugton modelliert und bekam einen Farbüberzug in dem ich bronzefarbige Pigmente eingearbeitet habe. Wie ich das gemacht habe, zeige ich demnächst anhand der gerade aktuellen Rostoptik.

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Gartenfiguren aus Ton für den Garten selber machen

Wer sich an Gartenfiguren aus Ton versuchen möchte, findet hier gute Tipps zur Auswahl der Tonart und wie dieser gebrannt werden muss, damit er auch wetterfest ist. Wer keinen eigenen Brennofen besitzt, kann seine Töpfersachen bei einem Keramikbedarf-Laden brennen lassen. Einfach mal nach „Brennservice“ in eurer Umgebung im Internet suchen.

Ton ist nicht gleich Ton

Bevor ich mit dem Töpfern begonnen habe, wusste ich nur, dass es Ton in verschiedenen Farben gibt, aber nicht, dass man für Garten-Figuren einen speziellen Ton verwenden muss. Die meisten Tonmassen saugen nämlich auch nach dem Brennen noch Wasser auf. Man kennt es von den ganz einfachen unglasierten Tontöpfen. Bei Regen würden die Figuren Feuchtigkeit aufnehmen und bei Frost dann einfach zerspringen. Man braucht also eine Tonmasse, die „dicht“ brennt und das ist Steinzeug-Tonmasse. Der zweite Punkt, den es zu beachten gilt, dass man beim Modellieren verschiedene Tonstärken aufbaut, anders als beim Ton drehen. Profis bekommen möglicherweise Hohlfiguren mit fast gleichmäßigen Wandstärken hin, aber dazu zähle ich noch lange nicht 😉 Daher habe ich mich für Modelliermassen entschieden, die einen mehr oder weniger hohen Anteil Schamotte enthalten. Tonmasse mit 20% Schamotteanteil ist noch relativ fein, während eine Tonmasse mit 40% Schamotteanteil eine sichtbare Körnung aufweist. Die Körnung gefällt mir bei größeren Garten-Skulpturen aber ganz gut.

Wer andere Tonarten verwenden will, kommt um das Glasieren nicht herum.

Dicht brennen

Mit der richtigen Wahl der Modelliermasse ist es aber noch nicht getan. Auch die Hitze beim Brennvorgang ist wichtig, damit der Ton auch wirklich dicht ist. Ich brenne Gartenfiguren daher immer auf 1250 Grad und mit einer Haltezeit von 30 Minuten. Die ersten Figuren sind mir glatt zersprungen, weil ich dachte, dass ich einfach mal die Werkseinstellung nutzen kann. Eine langsame Brennkurve ist allerdings doch besser – zum Glück fand ich dazu einen Profitip im Netz, den ich euch nicht vorenthalten möchte. Schaut im nächsten Absatz 😉

Tonscherben im Brennofen

Tonscherben im Brennofen

Trocknen und Brennen

Bevor ich die Tonfiguren brenne, trocknen sie zunächst mindestens 14 Tage oder länger an der Luft. Nasser oder feuchter Ton fühlt sich kalt an. Allerdings sagt die Oberfläche nichts über den Trocknungsprozess im Inneren aus. Deswegen lieber etwas länger stehen lassen, als voreilig zu brennen und Scherben zu produzieren. Danach durchlaufen alle Figuren einen langsamen Trocknungsprozess im Brennofen bei einer Temperatur bis 150° C.

Nach dem Trocknungsprogramm geht’s direkt in das richtige Brennprogramm. Die Brennkurve stelle ich auf 100 Grad pro Stunde ein. Ab 650 Grad geht’s dann bis zur gewünschten Endtemperatur (in meinem Fall 1250 Grad) mit einer Haltezeit von 30 Minuten. Die Tonfiguren entnehme ich erst, wenn der Ofen auf ca. 100 Grad abgekühlt ist, was für Ungeduldige wie mich, ewig dauern kann 😉

Vor dem Brennen

Vor dem Brennen

Tonkopf glasiert

Tonkopf glasiert

Wetterfeste lufttrocknende Modelliermasse

Danach habe ich lange gesucht, mit dem Resultat, dass ich nun einen kleinen Brennofen besitze – es gibt sie nämlich nicht. Versuche mit Fimo Air und Kunstharzlack haben keine befriedigenden Ergebnisse gebracht. Wenn irgendwo zwischen dem Lack Wasser eindringt, weicht die Modelliermasse auf.

Es gibt aber Alternativen wie z.B. Figuren aus Beton. Aus Ton lässt sich gut das Modell modellieren, von dem nach dem Trocknen mit Silikon eine Form abgenommen wird. Diese Form lässt sich dann mehrmals für den Betonguss verwenden. Auch habe ich gehört, dass Figuren mit einem Styropor-Kern, der mit zäher Zementmasse überzogen wurde, wetterfest sind.

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Ableger von Bananenstauden (Musa, Musella) entfernen

Zur Zeit kindeln die Bananenstauden wie verrückt und es wird Zeit, sich um die Nachkommen zu kümmern. Doch es gestaltet sich gar nicht so einfach, die Ableger mit Wurzeln von der Mutterpflanze zu entfernen. Leider vergaß ich, die Prozedur fotografisch zu dokumentieren – naja, dann beim nächsten Mal halt 🙂

Ableger von Bananenpflanzen richtig entfernen

  1. Am besten sucht ihr euch dazu einen nicht so heißen Tag aus, denn man wird zum „Entkindeln“ die Mutterpflanze mit anhängenden Kindel aus der Erde nehmen müssen. Einfacher ist es, wenn die Staude im Topf steht. Ist die Banenanstaude eingepflanzt, dann weiträumig ausgraben, um die Wurzeln möglichst wenig zu beschädigen.
  2. Spült nun vorsichtig mit einer Gießkanne oder dem Wasserschlauch die Erde an den Seiten ab, bis die Ableger frei liegen. Größere Ableger haben bereits eigene Wurzeln. Kleine Ableger, bei denen keine eigenen Wurzeln zu erkennen sind, sollten besser noch eine Weile an der Mutterpflanze bleiben.
  3. Nun kommt der schwierige Teil – die OP 😉 Nehmt euch nun ein scharfes, sauberes Messer und trennt den Ableger so von der Mutterpflanze ab, dass er nun eigene Wurzeln hat. Die Schnittstelle kann man mit etwas Holzkohlepulver bestäuben (verhindert Fäulnis durch eindringende Bakterien).
  4. Wenn die OP erfolgreich verlaufen ist, könnt ihr Ableger und Mutterpflanze in Töpfe setzen und anschließend gut angießen. Besonders an wärmeren Tagen dann nicht vergessen, die Pflanzen regelmäßig zu wässern.

Hier seht ihr eine Lotusbanane Musella lasiocarpa. Den linken, größeren Ableger konnte ich von der Mutterpflanze problemlos abtrennen. Die rechten Ableger sind noch zu klein und werden in ein paar Wochen oder erst im Frühjahr entfernt. Man kann die Ableger natürlich auch an der Mutterpflanze dran lassen, wenn man möchte – die Pflanze geht nicht wegen der Kindel ein.

Musella lasiocarpa

Musella lasiocarpa

PS: Die sogenannte rote Banane (Ensete maurelii (gängige falsche Schreibweise; maurelli) vermehrt sich nicht über Ableger.

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Teil 4 – Lotos (Nelumbo): Die Überwinterung

Die richtige Überwinterung von Lotos-Pflanzen beschäftigt mich gerade, denn bis zum Herbst ist es ja nicht mehr lang.

Im 3ten Teil habe ich meine frisch gezogenen Lotos-Sämlinge gezeigt. So sehen sie jetzt aus 🙂

Lotos-Sämlinge

Nelumbo-Sämlinge vom Frühjahr

Nachdem ich etwa die Hälfte der Sämlinge also erfolgreich „groß“ gezogen habe, werde ich die Jungpflanzen in einen kühlen, fast dunklen Raum überwintern. Kühl bedeutet in diesem Fall etwa zwischen 10-15 Grad.

 

Vorbereitungen zum Überwintern

Die meisten Sämlinge sitzen bereits in 12 Liter Baueimern. Andere Pflanzen, die in größeren Kübeln sitzen, werden ebenfalls – wegen des Gewichts – in Eimer umziehen müssen. Als Substrat verwende ich reinen Sand ohne weitere „Zutaten“ wie Lehm oder Dünger. Da der Raum fast dunkel ist (also mangels Licht keine Photosynthese stattfinden kann), werden alle Blätter entfernt, ebenso alte Stengel, reingewehte Blätter, Algen und Sonstiges, was sich im Wasser zersetzen könnte. Wie ich in einem anderen Teil bereits andeutete, mag der Nelumbo sauberes Wasser. Falls das Wasser nicht klar ausschaut, muss es erneuert werden.

Lotus indoor überwintern

Hier gibt es eigentlich fast gar nichts mehr zu schreiben, denn mit den Vorbereitungen sind fast alle Arbeiten abgeschlossen. Man sollte dennoch regelmäßig nach den Eimern schauen, um notfalls eingreifen zu können, sollte sich die Wasserqualität verändern. Bilden sich erstmal Fäulnisbakterien, wird man auch die Lotos-Rhizome verlieren.

Lotos outdoor überwintern

Aus eigener Erfahrung empfehle ich für Sämlinge und Jungpflanzen keine Überwinterung im Freien. Wer ein Gewächshaus hat, kann aber seine Lotos-Kübel mit den Rhizomen ausgewachsener Pflanzen darin überwintern. Bei der Überwinterung im Freiland ist es sinnvoll, die Kübel abzudecken, damit sich darin kein Laub sammelt und das Wasser zum „Kippen“ bringt. In der Fachliteratur heisst es, dass der Lotos 30cm unter und 30cm über den Wurzeln Substrat bzw. Wasser benötigt, damit er den Winter gut übersteht. Wer dazu Erfahrungen gemacht hat, kann mir gerne schreiben und hier drunter kommentieren.

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