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Selbstversorger: Der Gemüse-Topfgarten

Dieses Jahr will ich endlich selbst angebautes Gemüse ernten. Zwar habe ich davor schon versucht, Gemüse anzubauen, aber die Schnecken und Raupen des Kohlweißlings waren immer schneller als ich. Deswegen habe ich beschlossen, es einmal mit einem Topfgarten zu versuchen, denn an Töpfen kriechen Schnecken nicht so schnell hoch….hoffe ich 😉
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Bisher sind Kohlrabipflänzchen, Salat, Möhren, Radischen und Erdbeeren in Töpfen gelandet. Kartoffeln soll man prima in solchen Kartoffeltöpfen kultivieren können. Diese Methode werde ich auch noch ausprobieren. Wer von euch besitzt auch einen Topfgarten und kann mir von seinen Erfahrungen berichten?

Meine Empfehlung zum Thema:

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Unkraut ohne Chemie vernichten

Auch in einem sogenannten „Biogarten“ wächst Unkraut, das nicht unbedingt im Beet erwünscht ist. Zum Beispiel die Quecke – kaum ausgerissen (beim Hanggarten besteht dabei auch noch Absturzgefahr :-D) kommt sie kurze Zeit doch wieder. In dem Blog Lindwurmfeste fand ich jetzt ein biologisches Unkrautbekämpfungsmittel, das man mit ein paar haushaltsüblichen Mittelchen einfach selbst zusammenmischen kann.

Ich werde es demnächst ausprobieren und berichten ob es funktioniert hat. Im Übrigen sollte man die Finger von Roundup und Co. lassen. Nicht nur, weil diese Unkrautvernichtungsmittel giftig sind und auch andere Pflanzen absterben lässt, sondern weil Roundup, bzw. der Inhaltsstoff Glyphosat unter Verdacht steht, auch giftig für Mensch, Säugetiere und Amphibien zu sein. Mehr Informationen erfahrt ihr in diesem Video.

Unkraut-Vlies für den Garten

Unkraut-Vlies hat eine vorbeugende Wirkung gegen Unkräuter. Dort wo Unkraut im Nachhinein nur schwer zu entfernen ist, beispielsweise bei Kieswegen, kann ein Unkraut-Vlies vor dem Kies-Schütten auf die vorbereitete Fläche ausgelegt werden. Ich persönlich verwende keine, da ich eher einen Wildgarten habe, indem „Unkräuter“ wie Löwenzahn und Brennnesseln als Futterpflanzen für Insekten ebenfalls willkommen sind. Diese Unkrautfolien sind meiner Meinung nach aber immer noch besser als versprühtes Gift 😉

Und noch ein Gedanke zu „Unkraut“: Gerade die lästigen Kräuter wie Quecke und Giersch sind wertvoll Heilkräuter. Dazu werde ich bei Gelegenheit noch etwas zu posten.

Puffbohnen früh ins Freiland auslegen

Die Puffbohne ist das erste Gemüse, das man schon im Februar im Freiland aussäen kann. Es heißt, dass das frühe Auslegen den Befall mit der schwarzen Bohnenlaus verhindert. Die Bohnen keimem bei etwa 5° C. Die Keimdauer beträgt zwischen 8 bis 14 Tage. Bei einer Horstsaat werden 3-4 Bohnen an einer Saatstelle eingebracht. Bei Reihensaat sollte ein Abstand von 20 cm (Pflanzenabstand) und 50 cm Reihenabstand eingehalten werden. Denn eine zu dichte Saat lockt die gefräßige Bohnenlaus an. Die Puffbohne oder „Dicke Bohne“ eignet sich nicht nur zum Kochen, sie gilt auch als Stickstoffsammler ein wertvoller Bodenverbesserer. Je nach Aussaat-Zeitpunkt liegt der Erntezeitraum zwischen Juni und September. Nach der Ernte kann das Bohnenstroh kleingehäckselt auf dem Beet verbleiben.

Puffbohnen düngen und wässern

Hier streiten sich die Gelehrten. Während die einen meinen, dass Puffbohnen reichlich gedüngt werden sollten, meinen andere, dass eine geringe Gabe Kompost ausreicht. Gießen ist nur in trockenen Zeiten notwendig.

Dicke Bohnen sind giftig?

Rohe Bohnen und der Blütenstaub sind giftig. Das Einatmen des Blütenstaubes kann bereits zu Vergiftungserscheinungen führen. Gekochte Bohnen sind hingegen selten giftig. Die einen vertragen gekochte Bohnen gut, andere, besonders Menschen aus dem Mittelmeerraum, können bedingt durch eine Unverträglichkeit (Favismus) dicke Bohnen auch in gekochter Form nicht essen. Die heutigen Sorten aus dem Handel enthalten nur noch ein Fünftel der giftigen Substanzen Vicin und Convicin, sodass Vergiftungserscheinungen nach dem Verzehr nur sehr selten vorkommen.

Heute habe ich Puffbohnen in ein Beet ausgesät – allerdings nur als Bodenverbesserer, denn als Speise sagen mir dicke Bohnen nicht unbedingt zu. Aber was nicht ist, kann ja noch werden 😉