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Brennholz sägen – aber kein Bock: Da musste ein Sägebock her

So ganz sind wir hier im Sauerland den diesjährigen Unwettern auch nicht davon gekommen und ein Sturm hat uns ungewollt eine Menge Brennholz für den Winter verschafft. Naja, nicht für den kommenden Winter, denn das Holz muss ja mindestens zwei Jahre ablagern, wie es so heißt. Wenn man das zum ersten Mal macht, fällt auch schnell auf, was dabei in einem normalen Garten(Haushalt) fehlt, nämlich ein Sägebock. An sowas hatten wir bis dato nie gedacht. Also musste eine Lösung her.
Als Selbstbauer dachten wir direkt daran uns selbst einen Sägebock zu bauen. Aber bei meiner Recherche nach einem Sägebock fand ich dann diese sichere und auch günstige Alternative zum Selbstbauen. Was mir an diesem gefällt ist:

• Steht sicher auf Gehwegplatten, aber auch auf fester Erde.
• Ist mit ca. 7 Kilo gut zu tragen und lässt sich einfach auf- und zusammenklappen, ohne sich die Finger zu klemmen. Die Kanten sind alle super glatt, es besteht also keine Verletzungsgefahr. Außerdem ist er zusammengeklappt so schmal, dass man ihn im Gerätehaus an die Wand hängen kann.
• Trägt bis zu 180kg. Das ist super, wenn man dieses Gewicht mal eben so draufheben kann.
• Ist nicht rostend und kann ich somit auch mal im Garten stehen lassen, wenn ich mal kein Bock zum Aufräumen habe 😉
• Und überhaupt das Wichtigste: Die Holzstämme liegen sicher in den gezahnten Auflagen und rollen oder rutschen nicht hin und her.
• (Wenn man die Zähne mit dünnen Holzplattenabdeckt, kann man auch prima Holzbalken für die Pergola darin sägen)
• Geliefert wird der Sägebock in Einzelteilen. Ich brauchte genau 8 Minuten für den Zusammenbau nach dem detaillierten Plan.

Sägebock

Als nächstes bräuchten wir einen Holzspalter, wie sie beispielsweise hier im Shop erhältlich sind. Beim „Maschinengigant“ sind auch weitere nützliche Geräte wie Steintrenner, Erdbohrer und Rüttelplatten erhältlich.

Sicherheit beim Brennholz sägen

Zum Thema Sicherheit gibt es bereits einen ausführlichen Beitrag in diesem Blog.
Da ich auch zu denen gehöre, die immer mal „eben“ und „ganz schnell“ was machen wollen, will ich auf diesen nochmal hinweisen. Denn gerade mit Kettensäge und Co. passieren so manche unschöne Unfälle, die nur aus Unachtsamkeit passieren oder weil man – wenn man ehrlich ist – schlicht zu bequem ist, sich ordentlich vorzubereiten.

Brennholz richtig lagern

Das gesägte Brennholz muss danach auch richtig gelagert werden. Hierfür nutzen wir Europaletten als Unterlage. Denn wichtig ist nicht nur, dass die Luft an den Seiten zirkulieren kann, sondern auch unter dem Stapel, sonst faulen schnell die unteren Holzscheite weg. Da wir einen überdachten Platz haben, benötigen wir keine weitere Abdeckung wie Folien, Wellblech oder sonstiges.

In Gitterboxen gelagert, soll Brennholz schon nach 10 Monaten trocken sein. Wir lassen unser Holz ca. zwei Jahre liegen. Wichtig ist, dass die Restfeuchte im Holz unter 20% liegt. Die genaue Trocknungszeit kann dennoch je nach Holzart, Jahreszeit und Lagerplatz (sonnig oder schattig) unterschiedlich lang dauern. Was mir bis vor kurzem neu war: Man soll Brennholz aber auch nicht länger als vier Jahre lagern, weil sich sonst die gasreichen Bestandteile des Holzes verflüchtigen und sich dadurch der Heizwert verringert.
Übrigens: In Brennholzstapeln ziehen gerne irgendwelche Tierchen ein. Neben Spinnen, die da sein dürfen, auch Ratten, die eher unerwünscht sind. Daher sollte man ab und an mal die Stapel kontrollieren.

Nützliche Gartenwerkzeuge: Gartenmessgerät, Rebenschere und Mehrfunktionsschere

Kürzlich habe ich mir neues „Spielzeug“ für meine Gartenwerkzeugkiste im Onlineshop von Maschinenhandel Meyer besorgt, der bisher nur recht spärlich mit einer Gartenschere und ein paar Handharken und – schippen ausgestattet war. Nun finden sich darin unter anderem ein nagelneues Messgerät zum Ermitteln des Boden-PH-Wertes, der Bodenfeuchtigkeit, der Bodentemperatur und der Lichteinwirkung.

Was kann ein Gartenmessgerät?
Vor allem ist es eine Hilfe für Viel- und Weniggießer. Mir ist es hin und wieder auch schon passiert, dass ich Topfpflanzen vertrocknen ließ oder anders herum auch förmlich ersoffen habe. Es dauert eine Weile bis ich es raushabe, wie oft ich eine bestimmte Pflanze gießen muss und auch dann sollte die Erde vorher geprüft werden. Auf Angaben im Internet kann man sich da wenig verlassen, denn der Wasserbedarf einer Pflanze hängt von vielen Faktoren ab. Beispielsweise von der Jahreszeit, dem Standort (in der Nähe einer Heizung?), vom Wachstum und der Blütezeit.

Da ist ein Gartenmessgerät mit Messsonde eine prima Sache. Man macht sich nicht den Finger schmutzig und kann den Wert digital und verlässlich ablesen. Das gleiche gilt für den PH-Wert der Erde. Manche Pflanzen mögen eher saure Erde, wie der Rhododendron, andere lieber kalkhaltigeren Boden wie die meisten Gartenstauden. Einen guten und verständlichen Bericht zum Thema PH-Wert und Pflanzenanzucht gibt es hier.
Die Ermittlung der Bodentemperatur ist beispielsweise bei der Aussaat exotischer Pflanzen ein wichtiger Aspekt für das Gelingen der Anzucht und wie wichtig Licht für die Pflanzenentwicklung ist, weiß ja jeder. Wenn man nun gerne wissen möchte, wie groß der Unterschied der Lichteinwirkung vom Süd- zum Ostfenster ist, kann das mit dem Bodenmessgerät genau nachmessen und seine Topfpflanzen besser nach dem Bedarf platzieren.

PH-Wert Messgerät

Bodenmessgerät

Bypassschere vs Ambossschere
Diese Überschrift habe ich bei meiner eigenen Recherche oft im Internet gelesen. Dabei bin ich zu dem Schluss gekommen, dass beide Gartenscheren ihre Berechtigung haben. Die neu erstandene Rebenschere von Maschinenhandel Meyer ist eine sogenannte Ambosschere, bei der eine scharfe Klinge auf einen Amboss trifft und nicht wie bei herkömmlichen Gartenscheren (Bypassscheren) zwei Klingen aneinander vorbei arbeiten. Während die Gartenschere perfekt für den Schnitt von Rosen, Stauden und andere Gartenpflanzen geeignet ist, schneidet die Ambossschere besonders gut Totholz bis zu 2 cm Durchmesser problemlos durch. Darüber hinaus wird es allerdings schwierig und benötigt größeren Kraftaufwand.

Wichtig ist mir bei Gartenscheren besonders ein gutes Handling. Die Rebenschere des Herstellers Flo hat einen rauen, gummierten Griff. Auch mit nassen Händen muss man nicht befürchten abzurutschen. Die Handgröße ist schnell mit einem Kreuzschlitz-Schraubendreher angepasst und überhaupt lässt sich mittels Schrauben die gesamte Rebenschere auseinandernehmen. Ich finde das sehr praktisch zum Reinigen oder Nachschleifen der Klingen.

Ambossschere

Rebenschere

Gartenmehrfunktionsschere 7 in 1 – der kleine Alleskönner
Zugegeben, so ein Multitool für den Garten ist keine Notwendigkeit, aber es gehört aus einigen Gründen nun zu meinen liebsten Werkzeugen. Denn wenn ich in unserem 10.000 qm Garten unterwegs bin und mir am anderen Ende einfällt, dass ich an einem Busch ein paar Zweige abknipsen könnte, dann ist es mehr als ärgerlich, wenn man sein Werkzeug nicht dabei hat. Oder stellt euch vor, ihr seid bei einem Nachbarn im Garten zu Besuch und der hat zufällig euren Zierstrauch da stehen, den ihr schon lange gesucht habt und es ist keine Schere in Sicht… 😉

Zusammengeklappt misst die Gartenmehrfunktionsschere etwa 11,5 cm – passt also locker in jede Tasche oder zur Not in die Jackentasche. Aufbewahrt in dem mitgelieferten Gürtelhalter lässt sich die Gartenschere auch am Gürtel tragen. Aufgeklappt kommt eine etwa 4,5 cm lange Schere zum Vorschein, mit der sich dünnere Zweige sehr gut abschneiden lassen. Zum Schutz lässt sich diese mit einem Haken arretieren. In den Griffen befinden sich weitere nützliche Werkzeuge wie eine feine und grobe Säge sowie ein Messer und ein Tool zum Schneiden und Hebeln. Da ist eigentlich alles dran, was man im Notfall mal schnell zur Hand haben will.

Garten - Multitool

Gartenmehrfunktionsschere

Alle genannten Gartengeräte wurden vom Gartenwerkzeughersteller Flo produziert. Eine mir bisher unbekannte Marke, bei der mich das Preis-Leistungsverhältnis überrascht und überzeugt hat. Erhältlich sind diese Werkzeuge im Onlineshop vom Unternehmen Maschinenhandel Meyer GmbH und Co KG, die neben Gartenwerkzeuge auch Schweißgeräte, Werkstattbedarf, Bandsägen und Zubehör wie Bandsägeblätter und vieles mehr aus den Bereichen Holz- und Metallverarbeitung anbietet.