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Riesen-Bambus die Zweite – oder warum ein Blumentopf nun den Badezimmerboden ziert

Nachdem mein erster Versuch mit Bambussamen der Sorte Phyllostachys pubescens gescheitert ist, starte ich nun einen zweiten Versuch mit frischen Samen. Diesen habe ich von einer Gärtnerin, die sich bestens mit der Anzucht von exotischen Pflanzen auskennt und dies bereits seit 20 Jahren erfolgreich macht.

Auf der Suche nach möglichen Fehlern kommen nur vier Dinge in Frage:

  1. Der Bambussamen war zu alt und daher nicht mehr keimfähig
  2. Zu trocken, feucht oder kalt – oder alles zusammen
  3. Kokoserde eignet sich nicht zur Anzucht für Bambussamen
  4. Ich hätte den Samen (anders als in der Anleitung angegeben) leicht mit Erde abdecken müssen.

Wer erfolgreiche mit Kokoserde Bambus gezogen hat, den bitte ich es mir mitzuteilen. Bisher fand ich niemanden mit entsprechenden Erfahrungswerten.

Der zweite Versuch mit Riesenbambussamen

Diesmal habe ich einiges anders gemacht. Statt Kokoserde kam nun Anzuchterde zum Einsatz und der Topf steht nun mit Folie abgedeckt auf dem Badezimmerboden. Dort steht er, weil es dort eine Fußbodentemperierung gibt. Die ist nicht zu verwechseln mit anderen Fußbodenheizungen. Unsere ist an das Heizungssystem angeschlossen und erwärmt den Boden nur, statt richtig zu heizen. Meine Mitbewohner wurden zudem angewiesen, auf keinen – aber wirklich keinen Fall die Heizung auszuschalten. Ich werde weiter berichten und hoffentlich bald Fotos von ersten Erfolgen zeigen können 🙂

Nachtrag 23.05.14:

Hier endlich ein Foto vom Riesenbambus im Miniformat 🙂

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Saisonstart mit Riesenbambus – oder wie vertreibe ich mir die Zeit bis zum Frühling?

AnzuchtkastenAls Garten-Wiedereinsteiger steh ich wieder ganz am Anfang und muss mich vielen Dingen auseinandersetzen, mit denen ich mehr als 10 Jahre nichts mehr zu tun hatte. Da ich ein Selbstversorgen-Garten anlegen möchte, müssen natürlich zuerst Anzuchtkästen her. Entschieden habe ich mich jetzt für den großen Anzuchtkasten der Firma Romberg
. Die gab/gibt es bei Obi zum unschlagbar günstigen Preis 😉 Die sind extrem stabil und was mir besonders gefällt, ist der dazugehörige Deckel aus festem Plexiglas und Lüftungsschiebern. Innen sind die Kästen mit runden Aussparungen versehen, in denen perfekt diese runden Kokostabs passen. Damit zu arbeiten ist ebenfalls Neuland für mich. Den ersten Test werde ich mit Samen vom Riesenbambus mit dem Namen Phyllostachys pubescens Moso starten, denn für anderes ist es ja leider noch viel zu früh.

Winterharter Bambus

Der Riesenbambus pubescens Moso ist bis -20 °C winterhart. Andere Sorten reagieren auf Kälte empfindlicher und sind daher für die Freilandpflanzung in unseren Breitengraden weniger geeignet. Beim Kauf von Bambussamen sollte auf Frische geachtet werden, denn je älter der Samen ist, desto mehr nimmt seine Keimfähigkeit ab. Da ich die Tage den Selbstversuch starte, werde ich berichten, wie die Anzucht aus Samen funktioniert (oder auch nicht funktioniert). Im Übrigen soll man die Bambussprossen dieser Sorte essen können. In meinen Gemüsegarten kommen die Jungpflanzen allerdings nicht, da er ob seiner Höhe (bis 22 Meter) wohl kein guter Nachbar für Tomaten und Salat ist 😉

Nachtrag 19.2.2014

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Bambus aus Samen ziehen

Heute sind die Bambussamen
samt Anleitung endlich angekommen und wurde auch gleich eingesät. Laut Anleitung sollte in 14 Tagen bereits etwas zu sehen sein. Ich bin gespannt 🙂IMG_2696

 

Nachtrag 7.3.2014:

Was machen die Bambussamen? – Nichts, rein gar nichts! Aber ich werde weiter geduldig warten.

Nachtrag 21.3.2014: Heute erkläre ich das erste Experiment „Bambussamen“ als gescheitert. Gründe können sein: 1. Bambussamen waren alt oder 2. Kokoserde ist ungeeignet oder 3. es war auf der Fensterbank zu kühl. Ich werde im Sommer einen neuen Versuch starten 😉