Tag-Archiv | Anzucht

Teil 3 – Lotos (Nelumbo): Anzucht aus Samen

Lotos lassen sich recht leicht aus Samen ziehen, wenn man die nötige Geduld aufbringt, die harten Samen entsprechend anzuschleifen. Danach werden die Samen in ein Glas mit lauwarmen Wasser gelegt und an ein helles Fenster gestellt. Nach einigen Tagen zeigen sich in der Regel die ersten Keimlinge.

Lotos mag sauberes Wasser

Äußerst wichtig ist es, das Wasser täglich zu erneuern, denn der Lotos ist sensibel und mag es sauber. Fauliges Wasser bringt den Sämling schnell zum Absterben. Nach einige Wochen hat der Sämling bereits mehrere Schwimmblätter und feine weiße Wurzeln gebildet. Dann wird es Zeit ihn in Substrat zu setzen.

In den Sand gesetzt

Lotos

Lotos-Sämlinge

Als erstes Substrat verwende ich hellen Sand, den ich in kleine Töpfchen fülle. Der Keimling wird nur leicht auf den Sand gelegt – Samen, Blätter und neue Triebe müssen oberhalb des Substrates liegen. Ab und an kommt es vor, dass ein gut gedeihender Sämling nach kurzer Zeit alle Blätter abwirft. Entweder ist er eingegangen (häufig verfault) oder hat sich dazu entschieden, in eine Ruhephase zu treten. Es kann daher sinnvoll sein, einige Zeit abzuwarten, bis man ihn entsorgt.

 

Lotos-Substrat und Behälter

Sobald der Sämling kräftiger geworden ist, kann er in das endgültige Substrat in einem Maurerkübel umgesetzt werden. Maurerkübel werden deshalb häufig verwendet, weil sie zum einen frostfest sind und sich zum anderen schnell aufheizen. Da der Lotos auf Wärme angewiesen ist, ist auf jeden Fall ein dunkler Kübel einem hellen vorzuziehen.

Das endgültige Substrat besteht zu gleichen Teilen Sand und Lehm. Wer Lehm in seinem Garten hat, kann diesen verwenden. Ansonsten kann man auch Lehmpulver, das in der Terraristik verwendet wird, nutzen. Beim Einfüllen des Gemisches ist es empfehlenswert, direkt 2-3 Düngekegel (Osmocote) unten mit einzusetzen, denn der Lotos ist ein Starkzehrer.

Niedriger Wasserstand gegen Algen

Anders als bei Seerosen, sollte über dem Sämling nur etwa 10 cm Wasser stehen. Dadurch erwärmt es sich schneller und auf diese Weise wird starker Algenbefall verhindert. Solange der Lotos noch wenige Blätter hat, setze ich Wasserlinsen in den Kübel, die schnell die Wasseroberfläche besiedeln und Algenbewuchs weitgehend verhindern.

 

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Nützliche Gartenwerkzeuge: Gartenmessgerät, Rebenschere und Mehrfunktionsschere

Kürzlich habe ich mir neues „Spielzeug“ für meine Gartenwerkzeugkiste im Onlineshop von Maschinenhandel Meyer besorgt, der bisher nur recht spärlich mit einer Gartenschere und ein paar Handharken und – schippen ausgestattet war. Nun finden sich darin unter anderem ein nagelneues Messgerät zum Ermitteln des Boden-PH-Wertes, der Bodenfeuchtigkeit, der Bodentemperatur und der Lichteinwirkung.

Was kann ein Gartenmessgerät?
Vor allem ist es eine Hilfe für Viel- und Weniggießer. Mir ist es hin und wieder auch schon passiert, dass ich Topfpflanzen vertrocknen ließ oder anders herum auch förmlich ersoffen habe. Es dauert eine Weile bis ich es raushabe, wie oft ich eine bestimmte Pflanze gießen muss und auch dann sollte die Erde vorher geprüft werden. Auf Angaben im Internet kann man sich da wenig verlassen, denn der Wasserbedarf einer Pflanze hängt von vielen Faktoren ab. Beispielsweise von der Jahreszeit, dem Standort (in der Nähe einer Heizung?), vom Wachstum und der Blütezeit.

Da ist ein Gartenmessgerät mit Messsonde eine prima Sache. Man macht sich nicht den Finger schmutzig und kann den Wert digital und verlässlich ablesen. Das gleiche gilt für den PH-Wert der Erde. Manche Pflanzen mögen eher saure Erde, wie der Rhododendron, andere lieber kalkhaltigeren Boden wie die meisten Gartenstauden. Einen guten und verständlichen Bericht zum Thema PH-Wert und Pflanzenanzucht gibt es hier.
Die Ermittlung der Bodentemperatur ist beispielsweise bei der Aussaat exotischer Pflanzen ein wichtiger Aspekt für das Gelingen der Anzucht und wie wichtig Licht für die Pflanzenentwicklung ist, weiß ja jeder. Wenn man nun gerne wissen möchte, wie groß der Unterschied der Lichteinwirkung vom Süd- zum Ostfenster ist, kann das mit dem Bodenmessgerät genau nachmessen und seine Topfpflanzen besser nach dem Bedarf platzieren.

PH-Wert Messgerät

Bodenmessgerät

Bypassschere vs Ambossschere
Diese Überschrift habe ich bei meiner eigenen Recherche oft im Internet gelesen. Dabei bin ich zu dem Schluss gekommen, dass beide Gartenscheren ihre Berechtigung haben. Die neu erstandene Rebenschere von Maschinenhandel Meyer ist eine sogenannte Ambosschere, bei der eine scharfe Klinge auf einen Amboss trifft und nicht wie bei herkömmlichen Gartenscheren (Bypassscheren) zwei Klingen aneinander vorbei arbeiten. Während die Gartenschere perfekt für den Schnitt von Rosen, Stauden und andere Gartenpflanzen geeignet ist, schneidet die Ambossschere besonders gut Totholz bis zu 2 cm Durchmesser problemlos durch. Darüber hinaus wird es allerdings schwierig und benötigt größeren Kraftaufwand.

Wichtig ist mir bei Gartenscheren besonders ein gutes Handling. Die Rebenschere des Herstellers Flo hat einen rauen, gummierten Griff. Auch mit nassen Händen muss man nicht befürchten abzurutschen. Die Handgröße ist schnell mit einem Kreuzschlitz-Schraubendreher angepasst und überhaupt lässt sich mittels Schrauben die gesamte Rebenschere auseinandernehmen. Ich finde das sehr praktisch zum Reinigen oder Nachschleifen der Klingen.

Ambossschere

Rebenschere

Gartenmehrfunktionsschere 7 in 1 – der kleine Alleskönner
Zugegeben, so ein Multitool für den Garten ist keine Notwendigkeit, aber es gehört aus einigen Gründen nun zu meinen liebsten Werkzeugen. Denn wenn ich in unserem 10.000 qm Garten unterwegs bin und mir am anderen Ende einfällt, dass ich an einem Busch ein paar Zweige abknipsen könnte, dann ist es mehr als ärgerlich, wenn man sein Werkzeug nicht dabei hat. Oder stellt euch vor, ihr seid bei einem Nachbarn im Garten zu Besuch und der hat zufällig euren Zierstrauch da stehen, den ihr schon lange gesucht habt und es ist keine Schere in Sicht… 😉

Zusammengeklappt misst die Gartenmehrfunktionsschere etwa 11,5 cm – passt also locker in jede Tasche oder zur Not in die Jackentasche. Aufbewahrt in dem mitgelieferten Gürtelhalter lässt sich die Gartenschere auch am Gürtel tragen. Aufgeklappt kommt eine etwa 4,5 cm lange Schere zum Vorschein, mit der sich dünnere Zweige sehr gut abschneiden lassen. Zum Schutz lässt sich diese mit einem Haken arretieren. In den Griffen befinden sich weitere nützliche Werkzeuge wie eine feine und grobe Säge sowie ein Messer und ein Tool zum Schneiden und Hebeln. Da ist eigentlich alles dran, was man im Notfall mal schnell zur Hand haben will.

Garten - Multitool

Gartenmehrfunktionsschere

Alle genannten Gartengeräte wurden vom Gartenwerkzeughersteller Flo produziert. Eine mir bisher unbekannte Marke, bei der mich das Preis-Leistungsverhältnis überrascht und überzeugt hat. Erhältlich sind diese Werkzeuge im Onlineshop vom Unternehmen Maschinenhandel Meyer GmbH und Co KG, die neben Gartenwerkzeuge auch Schweißgeräte, Werkstattbedarf, Bandsägen und Zubehör wie Bandsägeblätter und vieles mehr aus den Bereichen Holz- und Metallverarbeitung anbietet.

Riesen-Bambus die Zweite – oder warum ein Blumentopf nun den Badezimmerboden ziert

Nachdem mein erster Versuch mit Bambussamen der Sorte Phyllostachys pubescens gescheitert ist, starte ich nun einen zweiten Versuch mit frischen Samen. Diesen habe ich von einer Gärtnerin, die sich bestens mit der Anzucht von exotischen Pflanzen auskennt und dies bereits seit 20 Jahren erfolgreich macht.

Auf der Suche nach möglichen Fehlern kommen nur vier Dinge in Frage:

  1. Der Bambussamen war zu alt und daher nicht mehr keimfähig
  2. Zu trocken, feucht oder kalt – oder alles zusammen
  3. Kokoserde eignet sich nicht zur Anzucht für Bambussamen
  4. Ich hätte den Samen (anders als in der Anleitung angegeben) leicht mit Erde abdecken müssen.

Wer erfolgreiche mit Kokoserde Bambus gezogen hat, den bitte ich es mir mitzuteilen. Bisher fand ich niemanden mit entsprechenden Erfahrungswerten.

Der zweite Versuch mit Riesenbambussamen

Diesmal habe ich einiges anders gemacht. Statt Kokoserde kam nun Anzuchterde zum Einsatz und der Topf steht nun mit Folie abgedeckt auf dem Badezimmerboden. Dort steht er, weil es dort eine Fußbodentemperierung gibt. Die ist nicht zu verwechseln mit anderen Fußbodenheizungen. Unsere ist an das Heizungssystem angeschlossen und erwärmt den Boden nur, statt richtig zu heizen. Meine Mitbewohner wurden zudem angewiesen, auf keinen – aber wirklich keinen Fall die Heizung auszuschalten. Ich werde weiter berichten und hoffentlich bald Fotos von ersten Erfolgen zeigen können 🙂

Nachtrag 23.05.14:

Hier endlich ein Foto vom Riesenbambus im Miniformat 🙂

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