Tag-Archiv | Heilkunde

Teil 1 – Lotosblumen – exotische Schönheiten in heimischen Gärten

.Lotosblumen oder auch kurz Lotos (manchmal Lotus) genannt sind in heimischen Gärten sehr selten zu sehen. Das liegt an dem Glauben, dass die sonnenhungrige Wasserpflanze in unseren Regionen nicht winterhart ist. Das stimmt nur zum Teil, denn milde Winter übersteht der Lotos durchaus auch hier in Deutschland. Eine erste Versuchsreihe habe ich gerade im schönen Sauerland gestartet. Ein Teil meiner Sämlinge wird den Winter in ihrem Kübel im Freiland verbringen, der andere Teil zur Sicherheit in Baueimern im Keller. Das Ergebnis werde ich euch im nächsten Frühjahr hier in diesem Blog bekanntgeben.

Lotos-Sämlinge (Nelumbo nucifera) - Foto: (c) Manuela Jung

Lotos-Sämlinge (Nelumbo nucifera)

Lotosblumen sind keine Seerosen

Auch wenn gewisse Ähnlichkeiten bestehen, so ist der Lotos (Nelumbo) botanisch nicht mit den Seerosen (Nymphaea) verwandt, sondern eine eigenständige Gattung mit nur zwei Arten. Man unterscheidet den Indischen Lotos (Nelumbo nucifera) vom Amerikanischen Lotos (Nelumbo lutea). Während es von der Art „lutea“ nur die reine Wildart gibt, wurden von der nucifera zahlreiche Hybriden mit unterschiedlichen Blütenfarben und – formen gezüchtet.
Ob Wildform oder Hybride, der Lotos ist einfach eine wunderbare Pflanze, die zum einen unvergleichlich schöne Blüten hervorbringt und zum anderen auch einen großen Nutzen im Bereich der Heilkunde hat. Ich werde hier nach und nach weitere interessante Berichte und Infos zum Lotos einstellen.

So unter anderem:
• Lotos richtig pflanzen
• Lotos überwintern
• Pflegen und Düngen
• Vermehren
• Heilwirkung von Lotosblumen
• Lotos als Lebensmittel
Anzucht aus Samen
u.v.m

Wer selbst Lotosblumen in seinem Garten haben möchte und auf der Suche nach Sämlingen ist, kann mich gerne anschreiben.

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Kräutergarten: Interessantes über Schwarzkümmelöl

Auf der Suche nach Informationen zu Kreuzkümmel, der sich wild in meinem Garten ausbreitet, stieß ich auf den Schwarzkümmel und auf diesen Satz: „Schwarzkümmel heilt jede Krankheit – außer den Tod“ – Mohammed (570-632 n. Chr.)
Interessant ist, dass der echte Schwarzkümmel (Nigella sativa) nicht mit anderen Kümmelarten verwandt ist. Eine verwandte Art ist in Mitteleuropa der Acker-Schwarzkümmel, der als Wildkraut auf Feldern wächst, bzw. gewachsen ist, denn er zählt mittlerweile zu den ausgestorbenen Pflanzenarten. Heimisch ist der Schwarzkümmel als einjährige Pflanze in Westasien, er wird aber auch in Nordafrika, Indien und Südeuropa kultiviert.

 
Schwarzkümmel – Nutzung
Schwarzkümmel-Samen werden für Tees genutzt und zu Schwarzkümmelöl verarbeitet. Das reine Schwarzkümmelöl ist vor allem in der Heilkunde gebräuchlich. Beispielsweise bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Schuppenflechte und Allergien. In diesem Zusammenhang fand ich einen Hinweis, dass das Unternehmen Nestlé seit 2010 versucht, auf die Verwendung von Schwarzkümmel als natürliches Heilmittel bei Lebensmittelallergien ein Patent anzumelden…
Auch bei Asthma, zur Regulierung des Immunsystems bei Bluthochdruck, Verdauungsproblemen und Schwangerschaftsbeschwerden nutzt die Heilkunde die unterschiedlichen Wirkungsweisen des Schwarzkümmelöls. Ausführliche Information zu Schwarzkümmelöl und seine Anwendungsgebiete können auf dieser Seite nachgelesen werden. Dort wird auch beschrieben, wie und warum Schwarzkümmelöl bei Allergien helfen kann.

 
Schwarzkümmel im heimischen Garten anbauen
Schwarzkümmel in unseren Breitengraden anzubauen, ist nicht ganz einfach, aber auch nicht unmöglich. Saatgut dafür gibt es in Gartencentern oder in Onlineshops für exotische Pflanzen. Beim Kauf sollte unbedingt auf den botanischen Namen geachtet werden, damit man nicht versehentlich die „Jungfern im Grünen“, deren botanischer Namen ähnlich klingt (Nigella damascena) erhält. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr an einem sonnigen Standort. Der Boden sollte humos und durchlässig sein. Bis zur Ernte der Samen braucht der Schwarzkümmel nur wenig Dünger und regelmäßig Wasser.
Die Samen sind reif, wenn diese schwarzbraun sind. Nach der Ernte werden sie zum Trocknen an einen schattigen Platz ausgelegt und anschließend in gut verschließbare Dosen oder (dunkle) Gläser aufbewahrt. Da die Samen ätherische Öle enthalten, werden sie zur Teezubereitung erst kurz vor dem Gebrauch im Mörser zerkleinert.