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Pflegeempfehlungen für Riesenbambus Phyllostachys edulis – Moso Bambus

Wissenswertes zum Riesenbambus Phyllostachys edulis – Moso Bambus

Winterhärte: -16°C bis -21°C – Sämlinge können ab dem 3. Jahr im Freiland kultiviert werden
Höhe: Je nach Standort und Klima zwischen 4 – 12 Meter
Standort: Sonnig bis halbschattig
Verwendung: Freiland (mit Rhizomsperre), als Kübelpflanze
Anmerkung: Sprossen sind essbar und sehr schmackhaft

Moso Bambus

Moso Bambus

 

 

Standort

Junge Sämlinge sind allerdings noch hitzeempfindlich und sollten nicht in die volle Sonne gestellt werden. Ein schattiges Plätzchen oder eine Fensterbank in Nord-Ost- oder Westrichtung ist für das erste Jahr der bessere Standort.

Gießen

Halten Sie die Erde stets leicht feucht und besprühen Sie die Sämlinge gelegentlich mit weichem Wasser.

Überwintern

Auch wenn der Riesenbambus als winterhart gilt, sollten Jungpflanzen bis zum 3. Jahr im Haus hell und kühl (um die 10-15°C) überwintert werden. In dieser Zeit sollte der Wurzelballen nicht austrocknen. Sobald die Nachttemperaturen im Frühjahr ansteigen, kann der Bambus im Freien weiterkultiviert werden. Eine Düngung ist nicht erforderlich, wenn der Bambus umgetopft wird. Ansonsten ist spezieller Bambusdünger im Fachhandel erhältlich.

Kultivierung im Garten

Im Frühjahr kann es vorkommen, dass die älteren Zweige und Blätter gelblich werden. Das ist normal und bambus-typisch. Aus dem Wurzelballen erscheinen frische Triebe, die um einiges höher werden als die ersten. Das wiederholt sich Jahr für Jahr bis der Bambus seine endgültige Höhe erreicht hat.
Nach dem 3. Jahr kann der Bambus ins Freiland mit einer Rhizomsperre ausgepflanzt werden. Eine Schicht aus Laub reicht dann für den ersten Winterschutz völlig aus. Bei Kübelhaltung ist zu bedenken, dass – bedingt durch den Kübel- die angegebene Frosttoleranz um etwa 4 Gr

ad sinkt und ein zusätzlicher Winterschutz mit Vlies sinnvoll ist.

PS: Kräftige Riesenbambus-Sämlinge sind ab sofort bei mir erhältlich.

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Einjähriger Mosobambus

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Der lebende Zaun aus Weide – oder ein Weidenzaun als Alternativ zu Maschendraht und Co.

WeidenstecklingeMit Weidenstecklingen oder Weidenruten lässt sich allerlei anfangen. Sie sind geeignet für die Korbflechterei, für lebende Zäune, Tipis oder Höhlen. Besonders Kinder haben Spaß daran, da mit ein paar Weidenruten relativ schnell ein echtes Bauwerk im Garten errichtet werden kann und man kann dabei auch noch zusehen, wie es wächst.

Der Weidenzaun – schnell gesteckt

Für einen Weidenzaun werden etwa 8-10 Stecklinge pro Meter Zaun benötigt. Die Länge der Stecklinge spielt bei Zeit keine Rolle, nur wer schnell einen Sichtschutz wünscht, sollte sich gleich längere Weidenruten besorgen. Für Halt sorgen Zaunpfähle oder kräftigere Haselnuss-/Weidenruten, die in Abständen gesetzt werden. Für ein besseres Anwachsen und für eine schöne Optik werden die Stecklinge schräg in die Erde gesetzt. Dabei ist zu beachten, dass die Stecklinge etwa 30-40 cm tief gesteckt werden sollten. Bei längeren Ruten noch etwas tiefer. Für den Weidenzaun werden die Ruten so eingesetzt, dass sie über Kreuz stehen. Die Kreuzpunkte werden mit einer Schnur zusammengebunden. Nach etwa drei Jahren sollte die Schnur wieder entfernt werden, damit sie nicht einwächst. Wichtig: Nach dem Stecken den Zaun regelmäßig gießen und die Erde unkrautfrei halten.
Hier noch eine Tabelle mit den Längen, bzw. Stecktiefen:

Länge der Stecklinge    Stecktiefe
30 cm                                     20 cm
70 cm                                     30 cm
160 cm                                   40 cm
Mehr als 200 cm                 50 cm

Pflanzzeit und Pflege eines Weidenzauns
Weiden sind robust und können im Prinzip das ganze Jahr über gepflanzt werden. Die beste Pflanzzeit ist zwischen November und Mai. Bei einem späteren Pflanztermin muss der Zaun öfters gegossen werden. Manchmal lassen frisch gesteckte Weidenruten im Sommer „die Köpfe“ hängen. Das kann passieren, bedeutet aber nicht, dass sie hinüber sind. Sie wurzeln in der Regel trotzdem. Die Pflege richtet sich nach dem Einsatzzweck. Soll der Weidenzaun oder das Tipi in die Höhe wachsen, werden die Stecklinge natürlich nicht an der Spitze geschnitten. Nur wenn der Zaun die gewünschte Höhe und Breite erreicht hat, kann er wie eine herkömmliche Hecke gestutzt werden. Dabei aber bitte die Brutzeiten der Vögel beachten, die so einen Weidenzaun gern als Brutplatz nutzen 🙂

Weidenkätzchen und Bienen

Wer eine Weide im heimischen Garten hat, sollte auf das Schneiden von Weidenkätzchen-Zweigen verzichten. Die Weidenkätzchen zählen zum ersten Nahrungsangebot der Bienen im Frühjahr und sind daher immens wichtig für unsere pelzigen Blütenbestäuber. Auch ein Grund mehr, einen Weidenzaun zu setzen – die Bienen werden es uns mit der Bestäubung unserer Obst-, Gemüse- und Zierpflanzen danken 😉