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Teil 4 – Lotos (Nelumbo): Die Überwinterung

Die richtige Überwinterung von Lotos-Pflanzen beschäftigt mich gerade, denn bis zum Herbst ist es ja nicht mehr lang.

Im 3ten Teil habe ich meine frisch gezogenen Lotos-Sämlinge gezeigt. So sehen sie jetzt aus 🙂

Lotos-Sämlinge

Nelumbo-Sämlinge vom Frühjahr

Nachdem ich etwa die Hälfte der Sämlinge also erfolgreich „groß“ gezogen habe, werde ich die Jungpflanzen in einen kühlen, fast dunklen Raum überwintern. Kühl bedeutet in diesem Fall etwa zwischen 10-15 Grad.

 

Vorbereitungen zum Überwintern

Die meisten Sämlinge sitzen bereits in 12 Liter Baueimern. Andere Pflanzen, die in größeren Kübeln sitzen, werden ebenfalls – wegen des Gewichts – in Eimer umziehen müssen. Als Substrat verwende ich reinen Sand ohne weitere „Zutaten“ wie Lehm oder Dünger. Da der Raum fast dunkel ist (also mangels Licht keine Photosynthese stattfinden kann), werden alle Blätter entfernt, ebenso alte Stengel, reingewehte Blätter, Algen und Sonstiges, was sich im Wasser zersetzen könnte. Wie ich in einem anderen Teil bereits andeutete, mag der Nelumbo sauberes Wasser. Falls das Wasser nicht klar ausschaut, muss es erneuert werden.

Lotus indoor überwintern

Hier gibt es eigentlich fast gar nichts mehr zu schreiben, denn mit den Vorbereitungen sind fast alle Arbeiten abgeschlossen. Man sollte dennoch regelmäßig nach den Eimern schauen, um notfalls eingreifen zu können, sollte sich die Wasserqualität verändern. Bilden sich erstmal Fäulnisbakterien, wird man auch die Lotos-Rhizome verlieren.

Lotos outdoor überwintern

Aus eigener Erfahrung empfehle ich für Sämlinge und Jungpflanzen keine Überwinterung im Freien. Wer ein Gewächshaus hat, kann aber seine Lotos-Kübel mit den Rhizomen ausgewachsener Pflanzen darin überwintern. Bei der Überwinterung im Freiland ist es sinnvoll, die Kübel abzudecken, damit sich darin kein Laub sammelt und das Wasser zum „Kippen“ bringt. In der Fachliteratur heisst es, dass der Lotos 30cm unter und 30cm über den Wurzeln Substrat bzw. Wasser benötigt, damit er den Winter gut übersteht. Wer dazu Erfahrungen gemacht hat, kann mir gerne schreiben und hier drunter kommentieren.

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Seltener Besuch im Garten: Die Ringelnatter

Bereits im letzten Jahr fand ich in unserem Garten eine sehr junge und kleine Ringelnatter, die ich zunächst für eine Blindschleiche hielt. Mir war schon da klar, wo es kleine gibt, können die großen nicht weit sein. Aber es musste ein Jahr vergehen, bis sich eine ausgewachsene Ringelnatter zeigte.
Sie war wohl weniger erfreut mich zu treffen. Sie zischte ein wenig, aber floh nicht. Nach dem Foto ließ ich sie aber in Ruhe ihren Weg gehen oder besser schlängeln.

Angst muss man vor dieser einheimischen Schlangenart nicht haben. Ringelnattern sind für Menschen und Haustiere ungefährlich. Aus Artenschutzgründen ist es jedoch verboten, Ringelnattern zu fangen oder aus der Natur zu entnehmen – auch wenn sich einige Mythen um die früheren „Hausschlangen“ ranken. Es hieß nämlich, dass Ringelnattern Glück und Segen bringen und Hab und Gut vermehren.

Wie überwintern Ringelnattern?

Diese Frage hat mich beschäftigt und so fand ich heraus, dass Ringelnattern gern in Gemeinschaft in Erdlöchern oder Komposthaufen überwintern. Neben dem Fundort der Ringelnatter befinden sich zwei Kompostbehälter. Etwa Ende März verlassen die Ringelnattern ihr Winterquartier. Ich schätze, bis dahin halte ich mich besser von den Komposthaufen fern. 😉

Ringelnatter